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Das Leitbild der Delphischen Spiele der Neuzeit



Kunst, Kultur und Bildung sind der bedeutendste Beleg für Kreativität, Identität und Entwicklung. Sie sind Ausdruck von zeitgenössischem Gestaltungswillen. Kunst vermag Brücken zu bauen zwischen Kulturen und Nationen und kann zu einem friedlichen Zusammenleben beitragen.

Kunst und Kultur inspirieren und fördern das Bewusstsein über die eigene Existenz. Sie helfen die Fragen zu beantworten: Wer bin ich, wo komme ich her, wo will ich hin? Diese Fragen nach der eigenen Identität und den Weg in die Zukunft gewinnen in einer globalisierten Welt zunehmend an Bedeutung.


Forum für den friedlichen Dialog der Kulturen


So wie die Olympische Idee Menschen weltweit durch die Begeisterung für den Sport verbindet, vereinen die Delphischen Spiele der Neuzeit Menschen aller Nationen durch die Kunst und Kultur. Sie bilden ein einzigartiges Forum für den friedlichen Dialog aller Kulturen. Unter Wahrung nationaler und ethnischer Identitäten stärken die Delphischen Spiele die grundlegenden humanistischen Werte, das weltweite kulturelle Netzwerk und den internationalen Friedensprozess.

Basierend auf den Jahrhunderte langen Traditionen in der Antike fördern heute die Delphischen Spiele der Neuzeit gleichermaßen die zeitgenössische Kunst und die Bewahrung des kulturellen Erbes. Sie bieten den Protagonisten der internationalen Kunst- und Kulturszene eine weltweite Bühne für Wettstreit, Vortrag, Präsentation, Dokumentation und Gedankenaustausch. Die talentiertesten Nachwuchskünstler finden ihr Forum in den Delphischen Jugendspielen.



III. Delphische Spiele, Jeju-Korea, 2009, Eröffnungszeremonie


III. Delphische Spiele, Jeju-Korea, 2009, Eröffnungszeremonie

Statements prominenter Personen:


Ich begrüße diese exzellenten Initiativen, die jede Unterstützung verdienen. Durch die Wiedereinführung der Delphischen Spiele haben Sie eine außerge-wöhnliche Möglichkeit für Menschen unterschiedlicher Kulturen gefunden, sich im Geist von Toleranz und Verstehen zu treffen und die Ideale zum interna-tionalen Zusammenwirken und für einen universalen Dialog durch die Organisation zu befördern.

Koïchiro Matsuura
Generaldirektor der UNESCO, Mai 2000



Ich kann mir kein wertvolleres Modell des miteinander Wetteiferns vorstellen, als das der Griechen. Sie platzierten die Verfeinerung von Körper, Verstand und Geist auf einem unteilbaren Altar des Lebens. Diese Dreieinigkeit muss wiedererlangt und kultiviert werden. Es ist bezeichnend für unsere Welt, dass wir das Ganze geteilt haben und nochmals in spezielle Komponenten zerlegten und dabei oftmals das verbindende Gemeinsame - die eigentliche Funktion - zerstörten. Es existiert ein wechselseitiger Zusammenhang zwischen dem Ganzen und seinen Teilen und den Teilen und seinem Ganzen; wir dürfen beides niemals aus den Augen verlieren. Ich applaudiere Ihren neuen Impulsen und Ihren Zielen.

Lord Yehudi MENUHIN, April 1997



Mit Interesse habe ich mich mit Ihrer Initiative zur Wiederbelebung der internationalen Delphischen Spiele bekannt gemacht und unterstütze diese... Ich wünsche Ihnen Riesenerfolge auf diesem nicht einfachen, aber lebensnotwendigen Weg.

Michail S. Gorbatschow
Präsident der Sowjetunion a.D., Februar 1996



Festzustellen, dass das 'unaufhörlich sprechende Wasser' der Quelle Kastalia nicht verstummt ist und es Menschen gibt, die die Sensibilität besitzen, es zu hören, ist bewegend.

Konstantinos Lefas
Bürgermeister von Delphi, Griechenland, Dez. 1994